Luftfahrttechnik in der Lausitz

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Geschichte des Flugplatz

Um 1910 begann der Schlosser Charlett auf dem Exerzierplatz erste Flugversuche.
In den Jahren 1912 und 1913 landeten in Cottbus Flugzeuge des Überlandfluges Guben–Peitz–Cottbus. Auch der Zeppelin „Hansa“ steuerte Cottbus an und landete östlich der Burger Chaussee.

Während des 1. Weltkrieges (1914–1918) entstand ein Flugzeugschuppen auf der städtischen Rennbahn; der Bau des Militärflugplatzes begann im Bereich der östlichen Burger Chaussee. Ab 1917 wurde hier mit der Pilotenausbildung begonnen und erste Flugzeuge der Flieger-Ersatzstaffel 12 stationierten sich für zwei Jahre. 1920 riss man die bis dahin vorhandenen Flugzeughallen ab und errichtete aus den Baracken städtische Wohnungen.

Fünf Jahre später, 1925, beschließt der Magistrat von Cottbus den Bau eines Militärflugplatzes auf dem früheren Exerzierplatz und der „Verein zur Förderung des Flugwesens e.V.“ wird gegründet. Schon im Jahr 1926 ist Cottbus in den „Verband Deutscher Flughafenbesitzer“ aufgenommen.
1927 wird Cottbus auch als „Flughafen der Niederlausitz“ bestätigt. Im Mai 1927 fand die Einweihung des Militärflugplatzes statt. Nahe bei Cottbus, in Klinge, landete im gleichen Jahr der Ozeanflieger C. Chamberlain und sein Passagier Ch. Levin mit dem Flugzeug Bellanca „Miss Colombia“.

Im Jahr darauf besuchten die Ozeanflieger Köhl, Fitzmaurice und v. Hühnefeld mit einer Junkers W 33 den Cottbuser Norden. Im gleichen Jahr ist der Baubeginn erster Flugzeuge; die Lufthansa nimmt den Flugbetrieb der Linie Cottbus-Schkeuditz auf.

Mit dem Ziel der Ausbildung der „getarnten Luftwaffe“ wird 1934 eine Flugzeugführerschule errichtet. Am 1. November 1938 wird das 1. Kampfgeschwader 252 in Cottbus aufgestellt. Von 1939 bis 1941 wurden neben Piloten auch die Flieger des Regimentes 82 ausgebildet. Hier befand sich auch die Werft des Sturzkampfgeschwaders 2 „Immelmann“. Zwischenzeitlich wurde 1940 in Cottbus mit dem Bau der Focke Wulf 200 begonnen. Ein Jahr danach verlagert die Focke-Wulf GmbH Bremen ihre Produktion auf das Flugplatzgelände und 1943 wird hier die Focke Wulf 190 montiert.

Der 2. Weltkrieg warf auch seine Schatten auf den Cottbuser Flugplatz.

Anfang April bis Ende Mai 1944 wurde der Flugplatz von insgesamt 65 Flugzeugen der 8. USAF
(US-Air Force) angegriffen. Noch vor Kriegsende im Jahr 1945 wird der Flugplatz von Teilen des Schlachtgeschwaders 77 und des Jagdgeschwaders 6 genutzt. Am 23. April 1945 wird der Flugplatz von der Roten Armee besetzt und bis 1952 durch diese genutzt.

Im August 1952 wird die erste Einheit der VP-Luft aufgestellt und die Angehörigen des fliegenden und technischen Bereichs zu einer Fliegereinheit auf den Flugplatz Cottbus verlegt. Im März 1956 stationierte sich als erste NVA-Einheit das Fliegergeschwader 1, welches sich später Fliegerjagdgeschwader 1 „Fritz Schmenkel“ nannte. Unter Beteiligung von Strahlflugzeugen aus der CSSR, der UdSSR und der Volksrepublik Polen fand am 1. September 1957 eine Flugschau statt. Von 1957 bis 1982 wurde der Cottbuser Flugplatz durch die Nationale Volksarmee (NVA) genutzt.

Im November 1982 begann die Verlegung des Jagdfliegergeschwaders 1 nach Holzdorf – durch die Stationierung des Kampfhubschraubergeschwaders 67 (über 1000 Mann) im Dezember des gleichen Jahres wurde der Flugplatz auch weiterhin von der NVA genutzt Nach der politischen Wende 1990 begann die militärische Nutzung durch die Bundeswehr (Heeresfliegerstaffel 400 und Teileinheiten der Luftwaffe), sowie die zivile Mitnutzung des Flugplatzes Cottbus mit der Landung einer „Piper Cheyenne“ am 2. August des Jahres.

Zum Oderhochwasser 1997 wurde der Flugplatz als Landeplatz der Einsatzhubschrauber zum tanken und reparieren genutzt; Soldaten fanden hier Unterkunft.

 

   
Flugplatzmuseum Cottbus
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