Der Beginn der Luftfahrt in Cottbus |
Als einer der ersten Nachahmer Lilienthals konstruiert und baut der Cottbuser Schlosser Wilhelm Charlett ab 1909 sein erstes Flugzeug. Die 1910 durchgeführten Flugversuche bleiben jedoch erfolglos.
Im Juli 1912 veranstaltet das Hans Grade-Fliegerwerk unter Mitwirkung der Städte Cottbus, Guben und Peitz einen Überlandflug. Die Landung erfolgt auf der Cottbuser Rennbahn an der Sielower Landstraße.
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Militärflieger richten sich in Cottbus ein |
Noch vor Beginn des 1. Weltkrieges (1914) entstand ein Flugzeugschuppen auf der städtischen Rennbahn. Der Bau des Militärflugplatzes begann 1916 im Dreieck zwischen Burger Chaussee und Fehrower Weg. Ab 1917 wurde hier in der Flieger-Ersatz-Abteilung 12 mit der Piloten- und Beobachterausbildung begonnen. 1920 riss man die bis dahin vorhandenen Flugzeughallen ab und errichtete aus den Baracken städtische Wohnungen.
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Verkehrslandeplatz Cottbus |
Fünf Jahre später, 1925, beschließt der Magistrat von Cottbus den Bau eines Militärflugplatzes auf dem früheren Exerzierplatz und der „Verein zur Förderung des Flugwesens e.V.“ wird gegründet. Schon im Jahr 1926 ist Cottbus in den „Verband Deutscher Flughafenbesitzer“ aufgenommen. 1927 wird Cottbus auch als „Flughafen der Niederlausitz“ bestätigt. Im Mai 1927 fand die Einweihung des Militärflugplatzes statt. Nahe bei Cottbus, in Klinge, landete im gleichen Jahr der Ozeanflieger C. Chamberlain und sein Passagier Ch. Levin mit dem Flugzeug Bellanca „Miss Colombia“.
Im Jahr darauf besuchten die Ozeanflieger Köhl, Fitzmaurice und v. Hühnefeld mit einer Junkers W 33 den Cottbuser Norden. Im gleichen Jahr ist der Baubeginn erster Flugzeuge; die Lufthansa nimmt den Flugbetrieb der Linie Cottbus-Schkeuditz auf.
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Ursache und Wirkung - Cottbus im Nationalsozialismus |
Ab Mitte 1933 werden am Nordrand des Verkehrslandeplatzes Hallen und Kasernen für die Deutsche Verkehrsfliegerschule (DVS) errichtet. Die Flugzeugführerschule beginnt im Februar 1934 mit der Ausbildung von Piloten für die getarnte Luftwaffe.
Von 1939 bis 1941 ist das Flieger-Ausbildungs-Regiment 82 (FAR 82) auf dem Flugplatz stationiert. Gleichzeitig befand sich hier auch die Werft des Sturzkampfgeschwaders 2 „Immelmann“.
Ab Herbst 1941 verlegte die Firma Focke-Wulf einen Teil der Produktion nach Cottbus. In den Flugzeughallen wurden zunächst FW-200C montiert. Für die Fertigung von Teilen mußten auch Textilbetrieb der Stadt leergezogen werden. In der Produktion folgten ab 1944 die Jagdflugzeuge FW-190A und Ta-152H. Ab Februar 1945 erfolgte die Demontage und Verlagerung der Fertigungsanlagen nach Westen.
1944 erfolgten zwei Bombenangriffe der 8. USAAF auf den Flugplatz, am 15. Februar 1945 werden der Bahnhof und die südlich angrenzenden Wohngebiete durch einen Bombenangriff schwer zerstört. In den Kämpfen im Frühjahr 1945 wird der Flugplatz von Teilen des Schlachtgeschwaders 77 und des Jagdgeschwaders 6 genutzt. Am 23. April 1945 wird der Flugplatz von der Roten Armee besetzt und bis 1952 durch diese genutzt.
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Flugplatz im Kalten Krieg |
Im August 1952 wird die erste Einheit der VP-Luft aufgestellt und die Angehörigen des fliegenden und technischen Bereichs zu einer Fliegereinheit auf den Flugplatz Cottbus verlegt. Im März 1956 stationierte sich als erste NVA-Einheit das Jagdfliegergeschwader 1, welches sich später Jadgfliegerjagdgeschwader 1 „Fritz Schmenkel“ nannte. Unter Beteiligung von Strahlflugzeugen aus der CSSR, der UdSSR und der Volksrepublik Polen fand am 1. September 1957 eine Flugschau statt.
Im November 1982 begann die Verlegung des Jagdfliegergeschwaders 1 nach Holzdorf – durch die Stationierung des Kampfhubschraubergeschwaders 67 im Dezember des gleichen Jahres wurde der Flugplatz auch weiterhin von der NVA genutzt.
Nach der politischen Wende 1990 begann mit der Landung einer „Piper Cheyenne“ am 2. August die zivile Mitnutzung des Flugplatzes.
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Bundeswehr - Hauptnutzer bis zur Auflösung |
Am 03. Oktober 1990 übernahm die Bundeswehr die Einheiten und Einrichtungen des Flugplatzes. Das KHG-3 wurde zu Heeresfliegerstaffeln umformiert. Die Instandsetzungseinheiten der Luftwaffe waren für die "Germanisierung" der MiG-29 verantwortlich.
Zum Oderhochwasser 1997 wurde der Flugplatz als Landeplatz der Einsatzhubschrauber zum tanken und reparieren genutzt; Soldaten fanden hier Unterkunft.
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